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27.02.2009
Kritik des Landrates an Schulpolitik des Landes
Schulpolitik des Landes
Die  CDU/FDP-Gruppe zeigt kein Verständnis für die gebetsmühlenartig wiederholten und eindeutig parteipolitisch motivierten Angriffe des Landrates auf die Schulpolitik des Landes Niedersachsen, insbesondere bezüglich der Vorgabe, dass Integrierte Gesamtschulen nur genehmigt werden können, wenn sie wenigstens eine Fünfzügigkeit aufweisen können. Wenn der Landrat  die Zulassung von vierzügigen integrierten Gesamtschulen fordert, dann kann man das als parteipolitische Äußerung bewerten und stehen lassen. Diese hat allerdings für unseren Landkreis Aurich nur eine sehr theoretische Relevanz . Tatsächlich würde die Erfüllung dieser Vorstellung in keinem einzigen Fall die schulpolitischen Probleme unserer Gemeinden erleichtern helfen, geschweige denn lösen können. Weder für Hinte, die Krummhörn, Ihlow, Großefehn, Wiesmoor, auch nicht für Südbrookmerland nach Errichtung einer IGS in Marienhafe und auch nicht bei einer Kooperation zwischen jeweils zweien dieser Gemeinden, würden die bekannten zukünftigen Schülerzahlen ausreichen, um eine vierzügige IGS errichten zu können, es sei denn, man schafft die Gymnasien und Realschulen vollständig ab. Aber so weit will wohl selbst der Landrat nicht gehen, hoffen wir jedenfalls.
Wenn denn die IGS im Sek.II-Bereich für genauso leistungsfähig gehalten wird wie Gymnasien, gibt es doch auch überhaupt keinen Grund, dass nicht auch alle Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe ab 2018 (!), also nach relativ langer Vorbereitungszeit, die Allgemeine Hochschulreife nach 12 Jahren und nicht erst nach 13 Jahren vergeben., zumal das Abitur nach 12 Jahren zu den internationalen Standards gehört und nicht eine Erfindung der Landesregierung ist.
Warum der Landrat auch die übrigen Planungen der Landesregierung bezüglich der engeren Zusammenarbeit von Real- und Hauptschulen sowie die stärkere Berufsorientierung in den Haupt-, aber auch in den Realschulen kritisiert, bleibt wohl sein Geheimnis, wurde doch gerade das richtigerweise von Politikern aller Fraktionen immer wieder gefordert.