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19.04.2011
Bericht aus der CDU-Fraktion 16.04.2011
Pressemitteikung
 Die Unterbringung des Regionalteams West des Amtes für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises Aurich war Beratungspunkt in der letzten Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion. Die CDU hatte bekanntlich das Konzept der Neuordnung der Jugendhilfe unterstützt und deren Regionalisierung wegen der angestrebten höheren Effizienz stark befürwortet. Zur Möglichkeit der Unterbringung des Regionalteams West hat es bisher zahlreiche Gespräche mit der Gemeinde Brookmerland gegeben, Planungen für einen relativ teuren neubau waren schon weit fortgeschritten. Von Investitionen in einer Größenordnung von 500 TEUR bis zu 1,2 Mio Euro war die Rede.
Veränderungen in der schulpolitischen Landschaft, aber auch Folgen der demographischen Entwicklung führen dazu, dass nicht nur die Räume der Förderschule in Pewsum bald leer stehen werden, sondern auch in Marienhafe selbst schon relativ schnell viele Schulräume nicht mehr benötigt werden, nicht nur wegen Aufgabe auch der dortigen Förderschule, sondern auch deswegen, weil die IGS in Marienhafe nach der Einrichtung einer weiteren IGS in Pewsum etwa zwei Züge pro Jahrgang verlieren , also nur noch vierzügig laufen kann und deswegen in Zukunft mehr als 10 Klassenräume weniger benötigen wird. Die Bausubstanz der Förderschulen und auch der IGS in Marienhafe ist gut, so dass man über eine Folgenutzung ernsthaft nachdenken muss, will man nicht öffentliche Mittel verschwenden.
Auch wenn sich Klassenräume nicht ohne weiteres für jede Nutzung eignen, müssten sie auf jeden Fall mit relativ geringen Umbaukosten zu den vom Regionalteam benötigten Räumen umgebaut werden können. Auf gar keinen Fall kann nach Auffassung der CDU-Kreistagsfraktion bei der bekannten Haushaltsmisere des Landkreises unter diesen Umständen und bei diesen Möglichkeiten ein Neubau für das Jugendamt in Frage kommen.
 
In einer weiteren Diskussionsrunde hat sich die CDU-Kreistagsfraktion mit Empfehlungen für den kommenden Wahlkampf auseinandergesetzt. Einstimmig haben alle Mitglieder der Fraktion erklärt, die Forderungen und Überlegungen bezüglich eines Großkreises Ostfriesland unterstützen zu wollen, weil man über diesen Weg erhebliche Verwaltungskosten sparen, das Angebot der Übernahme eines großen Teiles der Schulden durch das Land Niedersachsen wahrnehmen, vor allen Dingen aber große gemeinsame Probleme aller Kreise in Ostfriesland für Ostfriesland wesentlich besser lösen kann als heute, ob es sich dabei um das Schul- und Krankenhauswesen, die Müllprobleme, den Tourismus oder um ein einheitliches abgestimmtes Raumordnungsprogramm für Ostfriesland handelt, um nur einige zu nennen.
 
Münkeboe, den 16.04.2011
 
Hilko Gerdes, Fraktionsvorsitzender