CDU Kreistagsfraktion Aurich
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18.01.2011, 09:27 Uhr
Landratskandidaten der Freien Wählergemeinschaften
Wenn man den Inhalt der Vorstellungsreden der Landratskandidaten der Freien Wähler zur Kenntnis nimmt, drängt sich ernsthaft die Frage auf, was für eine Politik denn in der bisherigen Legislaturperiode die Kreistagsmitglieder der Freien Wähler vertreten haben. Eigentlich kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann sie denn einmal bei wichtigen Fragen gegen die Vorlagen der Verwaltung gestimmt hätten
Und nun das:
Frau Antje Gronewold versucht politische Pluspunkte für sich zu sammeln, indem sie die Verständigung der CDU und SPD auf einen gemeinsamen Kandidaten als „ den Gipfel der Mauschelei“ bezeichnet. Dabei möchte sie selbst nicht mehr oder weniger, als der gemeinsame Kandidat von Grünen und Freien Wählern zu werden, die sich im Kreistag bisher fast immer konträr gegenüber gestanden haben. Wo haben, verehrte Frau Gronewold, CDU und SPD nach Ihrer Meinung gemauschelt? Kann es nicht etwas konkreter sein? Halten Sie vernünftige Vereinbarungen in der Kommunalpolitik zwischen den Fraktionen zu Gunsten unserer Bürger schon für Mauschelei?
Woher nehmen Sie Ihre Begründung dafür, dass beim Landkreis „Hinterzimmerpolitik“ und keine „Informationspolitik für alle“ betrieben wird und dass die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und den politischen Gremien besser werden muss? „Ihre“ Grünen haben doch mit der SPD zusammen die Mehrheit im Kreistag gestellt und die Freien Wähler haben sich bisher auch noch nie darüber beschwert. Und wem hätte Herr Theuerkauf beim Müllthema nach Ihrer Meinung die rote Karte zeigen müssen, nachdem sich alle Fraktionen im Kreistag vor die Mitarbeiter des Landkreises gestellt haben?
Und wollen Sie den Städten und Gemeinden tatsächlich die Verantwortung für die Kindergärten entziehen und dem Kreis übertragen, weil nur dann auch einheitliche Gebühren möglich sind?
Es freut mich persönlich sehr, wenn Sie sich für einen Landkreis Ostfriesland einsetzen wollen, aber meinen Sie wirklich, dass wir das mit einer Polemik hinkriegen, wie Sie sie jetzt im Vorwahlkampf schon praktizieren? Wer sich durch so wenig fundierte Aussagen und Angriffe zu qualifizieren versucht wie Sie, liebe Frau Gronewold, ist ganz sicher nicht der Landrat, der den Landkreis Aurich und seinen Kreistag mit den unterschiedlichen Fraktionen führen und zu gemeinsamer segensreicher Arbeit für unsere Bürger anhalten kann.
Leider hebt sich auch Herr Schär als weiterer Bewerber nur unwesentlich von der oberflächlichen und wenig fundierten Kritik am Landkreis ab, wenn er von der Notwendigkeit einer neuen „Politikkultur“ und „gewisser Arroganz“ der Führungsspitze des Landkreises spricht, ohne genauere Kenntnisse der Details “Tricksereien“ beim Müllthema feststellt und mehr Transparenz einfordert.
Und weil das offensichtlich so gut ankommt in Wahlversammlungen, stellt auch Herr Maroni als der dritte Bewerber beim Landkreis eine „vermuffte Bürokratie“, „Filz“ und bei Herrn Dr. Puchert und Herrn Weber einen „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ fest.
Ich darf für unsere Fraktion feststellen, dass wir uns im zukünftigen Kreistag eine über Parteigrenzen hinausgehende Zusammenarbeit mit dem Ziel vernünftiger Entscheidungen für unsere Bürger, unsere Städte und Gemeinden wünschen und darüber hinaus für den kommenden September einen Kommunalwahlkampf, der sich an Sachthemen orientiert und auf Polemik und persönliche Diffamierungen verzichtet.
 
Aurich, den 18.1.2011
 
Hilko Gerdes