CDU Kreistagsfraktion Aurich
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Neuigkeiten
25.01.2018, 16:28 Uhr | Sven Behrens
CDU kämpft weiter für die Förderschulen Großefehn und Moordorf

Die CDU-Kreistagsfraktion wird im Kreisschulausschuss beantragen, dass neben Aurich auch die beiden Förderschulen Lernen (FÖSLE) in Großefehn und Moordorf weitergeführt werden.

„Die Auricher CDU-Kreistagsfraktion begrüßt ausdrücklich die „Atempause

in der Inklusion“, wie sie im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung auf Betreiben CDU festgeschrieben wurde“, so der CDU Kreistagsfraktionsvorsitzende und Kreisvorsitzende Sven Behrens.

 

Der entsprechende neue Passus im Schulgesetz eröffnet Schulträgern wie dem Landkreis Aurich die Möglichkeit, Bestandsschutz für die FÖS LE im Sekundarbereich I für eine Übergangszeit bis maximal 2028 zu beantragen.

 

"Die CDU spricht sich eindeutig für die schulische Inklusion aus, die unter den derzeitigen Rahmenbedingungen aber noch viele Probleme bereitet und uns vor große Herausforderungen in vielen Bereichen stellt. Deshalb ist es gut, dass die „Inklusion mit der Brechstange“ nun ein Ende hat und die Förderschulen Lernen noch nicht auslaufen müssen“, so Fraktionschef Behrens weiter.

 

Im Auricher Kreistag wird es spannend, denn am kommenden Montag tagt der

Kreisschulausschuss unter anderem zu diesem Thema. „Die Stärkung der Förderschule in Aurich am Extumer Weg begrüßen wir ausdrücklich“, so Behrens. „Aber was ist mit der Weiterführung der Förderschulen Lernen in Großefehn und Moordorf“, fragen sich die CDU-Schulpolitiker. Dieser Punkt steht nicht auf der Tagesordnung. „Hat die Kreisverwaltung das nur vergessen oder ist das Absicht?“, kritisiert die CDU. Vor diesem Hintergrund stellt die CDU-Kreistagsfraktion zum kommenden

Schulausschuss selbst den Antrag, die Weiterführung der Förderschulen Lernen in Großefehn und Moordorf bei der Landesschulbehörde zu beantragen.

 

„Die betroffenen Eltern und auch die Schulen unterstützen uns bei diesem Antrag und sprechen sich für den Erhalt der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen aus“, macht CDU-Schulpolitiker Behrens deutlich. „Wenn Kinder an der Regelschule überfordert sind und dort unter Druck leiden, dann benötigen Eltern den Ausweg ‚Förderschule‘, in der die betroffenen Kinder individuell, in kleinen Klassen und von speziell ausgebildeten Fachkräften unterrichtet werden“, erläutert Behrens die

Beweggründe der CDU.

 

Erst wenn die Regelschulen so aufgestellt sind, dass sie das gemeinsame Lernen aller Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen wirklich leisten können, sind Förderschulen verzichtbar. Das wird noch länger dauern. Deshalb müsse die mögliche Übergangszeit bis 2028 auch dazu genutzt werden, neue Inklusionskonzepte zu entwickeln und die Versorgung mit Lehrerstunden entsprechend anzuheben.

 

„Wir vermissen bislang ein einvernehmliches Inklusionskonzept im Landkreis Aurich, bei dem alle Beteiligten auf Augenhöhe miteinander sprechen“, kritisiert der Fraktionschef weiter. „Hier gibt es noch weiteren Abstimmungsbedarf“, erinnert Behrens an Auseinandersetzungen auf einer der vorangegangenen Schulausschusssitzungen.

 

„Wenn der Bedarf vor Ort für Förderschulen gegeben ist, so wie in Großefehn und Moordorf, dann stehen wir ohne Wenn und Aber zur Förderschule Lernen und werden für einen Bestandsschutz kämpfen“, so der Fraktionsvorsitzende abschließend.