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17.10.2012
Pressemitteilung zur UEK
Ein Verlust in Höhe von 15 Mio. € kommt nie plötzlich und unerwartet. Jedes mittlere Unternehmen bekommt von seiner Buchhaltung oder seinem Steuerberater monatliche Ergebnisrechnungen, wenigstens aber Quartalsergebnisse geliefert. Das ist ganz sicher auch nicht anders bei der UEK, der die Prüfungsgesellschaft eine aussagefähige Buchhaltung bescheinigt hat. Wem will man jetzt erzählen, dass dem Geschäftsführer die schlechten Quartalsergebnisse aus dem letzten Quartal 2010 und dem ersten Quartal 2011 zwar vorgelegen haben, der diese aber für sich behalten und nicht weitergegeben hat an den Aufsichtsrat- Vorsitzenden und dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung?? Letzterer hat sich selbstverständlich und ganz sicher in erster Linie um das Ergebnis der Tochter des Gesellschafters Landkreis zu kümmern und nicht hauptsächlich um Grundsatzfragen, wie es Herr Theuerkauf darstellt. Man könnte sich wohl eher vorstellen, dass sich Herr de Vries als Geschäftsführer an die Anweisungen seines Arbeitgebers hält, auch wenn es in diesem Fall nicht richtig gewesen ist, nicht alle Aufsichtsratsmitglieder rechtzeitig und umfangreich zu unterrichten.
Die aktuellen Schuldzuweisungen der Grünen sind genauso wenig nachzuvollziehen, haben sie doch in der letzten Legislaturperiode eine Gruppe mit der SPD gebildet und im Aufsichtsrat der UEK sehr eng mit dem Fraktionsvorsitzenden Wenzel, der zu den besser Eingeweihten gehörte, zusammengearbeitet. Im Übrigen haben Aufsichtsratsmitglieder nur eine echte Chance zur kritischen Mitarbeit, wenn ihnen die Geschäftsführung die Zwischenergebnisse mit allen Daten und Fakten zeitnah und offen vorlegt. Nur dann kann man sie auch mit für die Ergebnisse verantwortlich machen.
Wieso Frau Oldewurtel von den Grünen auch Herrn Gerdes mit für das Ergebnis verantwortlich machen will, bleibt wohl ihr eigenes Geheimnis, war Herr Gerdes doch weder in letzten Legislaturperiode noch heute Mitglied des Aufsichtsrates der UEK. Beim Ärztehaus, das ganz sicher nicht zu den Verlusten der UEK beigetragen, sondern seine Attraktivität sogar erhöht hat, hat er lediglich beim Abschluss der Mietverträge mit den Arztpraxen mitgeholfen.
Hilko Gerdes, Vorsitzender der CDU- Kreistagsfraktion