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19.01.2017, 18:13 Uhr | Sven Behrens
IGS Aurich West – Sanierung oder Neubau?

Nach intensiven Beratungen entscheidet sich die CDU-Kreistagsfraktion aus wirtschaftlichen Gründen für den Neubau der IGS Aurich-West

 

Die CDU Fraktion hat sich in zwei Sondersitzungen und einer Ortsbegehung mit der Fragestellung „Sanierung oder Neubau der IGS West“ intensiv beschäftigt und sich auf nachstehende Beschlussempfehlung verständigt:

„Die CDU-Fraktion kritisiert mit Nachdruck, dass die Verwaltung dem Kreistag sehr wenig Zeit für eine Entscheidung über eine Sanierung oder einen Neubau wesentlicher Gebäudeteile der IGS einräumen will, obwohl die Probleme mit der bestehenden Bausubstanz schon länger bekannt sind und damit durchaus die Möglichkeit für längere und intensivere Beratungen bestanden hätte.

Die CDU Fraktion bezweifelt auch die Notwendigkeit der Höhe der vorgestellten Sanierungskosten in der Größenordnung von 21 Mio €. Insbesondere die Begründung für den darin enthaltenen Anteil für Brandschutzmaßnahmen wird in Frage gestellt, da sich die Brandschutzauflagen in den letzten Jahren nicht oder nur unwesentlich verschärft haben.

Weil die Verwaltung selbst aber auf die erheblichen Brandschutzmängel an der IGS hingewiesen hat und unter anderem auch damit die Eilbedürftigkeit der Entscheidung bezüglich einer schnellen Sanierung oder eines Neubaus begründet hat, erwartet die CDU eine eindeutige Erklärung der Verwaltung, dass Schüler und Lehrer der IGS wenigstens bis zum Abschluss der Baumaßnahmen dadurch nicht gefährdet sind.

Auch wenn die theoretisch ermittelte Größenordnung der  Sanierungskosten als zu hoch angenommen werden kann, spricht sich die CDU grundsätzlich für einen Neubau aus, auch wenn in diesem Fall der Ergebnishaushalt des Landkreises durch dann notwendige Sonderabschreibungen der Restbuchwerte der abzureißenden Gebäudeteile zusätzlich belastet wird.

Mit einem Neubau werden sich mittel- und längerfristig größere Sanierungsaufwändungen vermeiden lassen und sich wegen energetisch besserer Bauweise geringere Bewirtschaftungskosten ergeben.

Die CDU wird den Beschluss zum Neubau allerdings nur dann mittragen, wenn ausnahmslos entsprechend dem auf Vorschlag der CDU vom Kreistag gefassten Beschluss verfahren wird, wonach mit dem Bau erst dann begonnen wird, wenn wenigstens 80 % der Ausschreibungen des Bauvolumens vorliegen und sich auf dieser Grundlage bestätigt, dass keine höheren Baukosten als die in Höhe von 16 Mio € angenommenen zu erwarten sind.

Die CDU erwartet ferner, dass die Planungen für den Neubau vor Baubeginn so genau abgestimmt und abgeschlossen werden, dass zusätzliche Kosten verursachende Sonderwünsche während der Bauzeit ausgeschlossen werden können.

 

Im Übrigen geht die CDU davon aus, dass die Aussage der Verwaltung, die Nutzung der relativ neuen IGS Aurich Ost oder ein entsprechender Erweiterungsbau an diesem Standort biete keine realisierbare Möglichkeit für die Schüler der fusionierten IGS, ausreichend fundiert ist, und erwartet auch dafür eine nachvollziehbare Begründung durch die Verwaltung.“

 

Außerdem erwartet die CDU-Fraktion von der Verwaltung bis zu den anstehenden Haushaltsberatungen eine vollständige Übersicht mit den zukünftig erforderlichen Investitionen in alle unsere Schulen.

 

Aurich, den 18.01.2017

 

Sven Behrens, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion