Archiv

02.07.2013, 07:56 Uhr
Interfraktionelle Arbeitsgruppe Schule

Sehr geehrter Herr Landrat,

die CDU Kreistagsfraktion hat sich entschieden, ihre Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Schule einzustellen

Begründung:
Die Arbeitsgruppe Schule ist vom Kreistag eingerichtet worden, nicht zuletzt auch, um den von uns seit langer Zeit geforderten Kreisschulentwicklungsplan zu erarbeiten. Wir hatten gehofft, in dieser Arbeitsgruppe über die Parteigrenzen hinweg über die Schulprobleme des Landkreises und im Landkreis ergebnisoffen diskutieren und gemeinsam Lösungen erarbeiten zu können. Diese Vorstellungen haben sich bis jetzt nicht einmal im Ansatz erfüllt.
Die Arbeitsgruppe tagt sehr selten, und es ist nicht erkennbar, dass der zuständige Dezernent seine ursprüngliche Meinung geändert hat, dass es überhaupt sinnvoll ist, einen Schulentwicklungsplan für den gesamten Landkreis und seine Gemeinden zu entwickeln und über mögliche Lösungen  mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe ergebnisoffen zu diskutieren. Stattdessen verfolgt er die Umsetzung seiner persönlichen Vorstellungen zur Schulorganisation, ohne diese vorher mit der Arbeitsgruppe überhaupt diskutiert zu haben. Beispielhaft seien hier nur seine schulpolitischen Entscheidungen und Bemühungen in der Krummhörn wie auch die Schnellschüsse in Brookmerland und Südbrookmerland genannt.

Die Arbeitsgruppe wird damit zur Alibiveranstaltung degradiert, und an dieser möchten wir ab sofort nicht mehr teilnehmen.
Weil aus einer so gearteten Zusammenarbeit des zuständigen Schuldezernenten und der Arbeitsgruppe keine zielführenden Lösungsvorschläge zu erwarten sind, begrüßen wir auch den Beschluss des Kreisausschusses, einen außenstehenden Gutachter mit der Erarbeitung schulpolitischer und schulorganisatorischer Vorschläge und Konzeptionen für den Landkreis zu beauftragen, und die Kommunen aufzufordern, bis zum Vorliegen solcher gemeinsamen Konzeptionen und darauf aufbauender gemeinsamer Entscheidungen von Einzelentscheidungen, bevor sie nicht mit der Gesamtkonzeption abgestimmt sind, in den Kommunen abzusehen.
Die CDU ist selbstverständlich bereit, sich auf den Grundlagen der Vorstellungen und der Vorschläge des beauftragten Gutachters, sobald diese vorliegen, wieder an der Diskussion zu beteiligen, gemeinsame Entscheidungen mit zu erarbeiten und diese auch mit zu tragen und mit zu verantworten. Soweit unsere Mitarbeit und Vorschläge schon bei der Erarbeitung des Gutachtens gewünscht sind, sind wir natürlich auch dazu gerne bereit.

Mit freundlichen Grüßen

Hilko Gerdes                                                       Sven Behrens