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07.05.2013, 11:46 Uhr
Völlig hilflose Schulpolitik in Südbrookmerland
Nun sollen offensichtlich in Absprache zwischen dem Schuldezernenten beim Landkreis und dem Bürgermeister der Gemeinde SBL  überstürzt und ohne eine Elternbefragung Entscheidungen über`s Knie gebrochen werden, die ganz sicher nicht in erster Linie das Wohl der Kinder im Auge haben, sondern nur die selbst verschuldete verfahrene Schulsituation in unserer Gemeinde und im Landkreis auflösen sollen. Offensichtlich interessiert die Verantwortlichen auch nicht das ablehnende Votum des Gemeindeelternrates

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Bekanntlich haben sich  erhebliche Schwierigkeiten bei der Bewältigung der schulorganisatorischen Aufgaben für zwei Standorte der Haupt- und Realschule Südbrookmerland ergeben. In der Tat werden von namhaften Schulleitern unterschiedlicher Schulformen große Probleme für die Schulleitung, die Lehrer und damit am Ende natürlich für die Schüler, die wichtigsten und schwächsten in der Kette, gesehen, wenn eine Schule sich auf zwei Standorte verteilt.
Und genau diese gleichen schweren Probleme werden wie bei der Haupt- und Realschule auch bei dem Modell einer IGS Marienhafe mit Außenstelle in Moorhusen auftreten und auftreten müssen, wenn man die geplante IGS Brookmerland/Moorhusen auf zwei Standorten aufteilen und führen will, alles zu Lasten unserer Kinder. Warum sollte dieses Modell wohl besser funktionieren als alle anderen?
Da bei diesem Modell und der bekannten demographischen Entwicklung mit stark abnehmenden Schülerzahlen auch die Haupt- und Realschule in Moordorf nur noch wenige Jahre als Restschule überleben kann und dann die mit Abstand größte Gemeinde mit den mit Abstand höchsten Schülerzahlen im Landkreis Aurich nur noch die Außenstelle der IGS Marienhafe als einzigen „Rest“schulstandort behalten würde, fordert die CDU, die Überlegungen zur zukünftigen Schulorganisation in unserer Gemeinde sofort und völlig neu aufzurollen und nicht an Notlösungen herumzudoktern und festzuhalten, die später nicht mehr zu korrigieren sind. Unabhängig vom Schulsystem fordert die CDU, dass dabei am Ende eine eigene selbständige Schule für unsere Gemeinde stehen muss. Dabei müssen dann sicher auch unverantwortlich vorschnelle Zusagen des Landkreises bezüglich des Schulsystems in Brookmerland grundsätzlich auf den Prüfstand. Vielleicht ist bei den weiteren Überlegungen dabei sogar hilfreich, dass die neue Landesregierung in Ausnahmefällen auch dreizügige integrierte Gesamtschulen akzeptieren will.
Bezüglich der immer wieder von der IGS Brookmerland geforderten und vom Landkreis immer wieder pflaumenweich beurteilten Aussichten für eine Oberstufe in Brookmerland fordern wir ebenfalls eine emotionsfreie sachgerechte Analyse und daraus abgeleitet eine abschließende Entscheidung, um endlich für alle Beteiligten und eventuell Betroffenen Planungssicherheit herbeizuführen.
Und zum Schluss: Ohne ausführliche Beratungen in den Fachausschüssen der Gemeinde und des Landkreises und ohne Elternwille geht absolut gar nichts. Alles andere wäre nicht nur unverantwortlich, sondern auch undemokratisch.

Aurich/Münkeboe, den  06.Mai 2013
Hilko Gerdes,
Vorsitzender der CDU-Fraktionen in der Gemeinde Südbrookmerland und im Landkreis Aurich