CDU Kreistagsfraktion Aurich
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23.03.2015, 11:06 Uhr
CDU-Kreisspitzen gegen Strom-Überlandleitungen im Landkreis
Vor dem Hintergrund des aktuellen Raumordnungsverfahrens für die Planung eines Trassenkorridors zwischen der 12-Seemeilen-Zone und dem Netzverknüpfungspunkt Halbemond sowie der geplanten Stromtrassen-Überlandleitung äußern sich die CDU-Kreisspitzen:
"Wir sind nach wie vor gegen die geplante Überlandleitung des Stroms vom Netzverknüpfungspunkt Halbemond nach Emden beziehungsweise Cloppenburg", so die einleitenden Worte des CDU-Kreisvorsitzenden Sven Behrens in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Hilko Gerdes.
 
"Die aktuelle Netzentwicklungsplanung macht uns weiterhin große Bauchschmerzen und wir fordern konsequent die Erdverkabelung des Stroms im Landkreis Aurich", so Behrens und Gerdes weiter. 
 
Der wahrscheinlichste Konverterstandort ist derzeit Halbemond oder das Broookmerland. Von dort würde dann der Strom über Hochspannungsleitungen Richtung Emden beziehungsweise Cloppenburg weitergeleitet werden. Zur Erinnerung: Der Suchraum Halbemond hat offensichtlich nach dem negativen hin und her über den Offshore-Windpark Riffgat nordwestlich von Borkum neue Fahrt aufgenommen. Hintergrund war damals der unerwartete Fund von Munition und Bomben. 
 
Der mögliche Konverterstandort im Suchraum Halbemond und die sich anschließende Überlandleitung des Stroms mit 380 KV-Leitungen Richtung Süden hätten aus Sicht von Behrens und Gerdes zu viele Unsicherheiten und Nachteile für die Menschen. Konkret nennen die CDU-Politiker: Die negative Auswirkung auf die Natur und den ostfriesischen Tourismus, der Verlust der Wohnqualität und die Orts- beziehungsweise Raumentwicklung der betroffenen Kommunen, sowie Ängste und Befürchtungen der Menschen über gesundheitliche Gefahren durch Elektrosmog und die Lärmbelästigung. 
 
"Wir fordern konsequent die Erdverkabelung und lehnen die Überlandleitung des Stroms ab. Darüber hinaus unterstützen wir den Einsatz der Kreisverwaltung unter Federführung des Ersten Kreisrates Dr. Puchert, der sich mit seinen Mitarbeitern für die betroffenen Kommunen gegen Überlandleitungen im Landkreis Aurich einsetzt", so die beiden Christdemokraten weiter.
 
"Die Planungen im Raumordnungverfahren gehen immer weiter, hoffentlich mit einem gemeinsamen tragbaren Kompromiss aller beteiligten Behörden und Institutionen", hoffen Behrens und Gerdes. "Wir wollen die Energiewende und stehen zum Ausbau der regenerativen Energien, aber es ist der falsche Weg, wenn in Berlin oder sonst wo  Entscheidungen getroffen werden und die Gemeinden vor Ort dann die Ergebnisse einfach schlucken müssen. So geht das nicht", heißt es abschließend.