Naturschutz

Landwirtschaft, Naturschutz und Flora Fauna Habitate

Die Landwirtschaft ist trotz aller ihrer Probleme ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Region. Auch sie hat zunehmend mit der Globalisierung und Internationalisierung der Märkte zu kämpfen und muss sich jeden Tag den sich verändernden Notwendigkeiten anpassen. Daher benötigt sie in dieser Situation die volle Unterstützung unserer Politiker und Genehmigungsbehörden, wenn sie auch in Zukunft existieren können soll. Dabei ist die Landwirtschaft auch als wichtige Grundlage und starker Pfeiler unseres Fremdenverkehrs unverzichtbar.

Leider erfährt die Landwirtschaft bei uns in den von den SPD-geführten Landkreisen und Kommunen nicht die erforderliche Anerkennung. Statt dessen wird ihr sehr oft völlig zu Unrecht vorgehalten, das ökologische Gleichgewicht bei uns in Gefahr zu bringen. Dabei strebt unsere Landwirtschaft keineswegs sogenannteVechtaer Verhältnisse an, sondern möchte lediglich die ihr zustehenden Rahmenbedingungen als Grundlage für die Sicherung gesunder Existenzen besonders auch für die jungen Landwirte. Natürlich wollen wir auch der ökologischen Landwirtschaft eine Chance bieten, sich positiv weiterzuentwickeln, damit sie zweifellos vorhandene Marktnischen besetzen kann, die sich gerade in Verbindung mit dem Fremdenverkehr auftun können. Letztendlich wird alleine die Nachfrage der Verbraucher die Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft bestimmen. Wir warnen deswegen auch ausdrücklich davor, dass ein längerfristig künstlich überhöhtes Angebot an Öko-Produkten die Preise unter die Herstellungskosten drücken und dann den Öko-Landwirten selbst eher schaden wird. Die aktuell stark gestiegene Nachfrage nach Öko-Produkten sollte nicht zu vorschnellen Investitionsentscheidungen verleiten.

Für die CDU-Fraktion geht Naturschutz niemals gegen, sondern immer nur mit der Landwirtschaft. Schon grundsätzlich sind die Landwirte die geborenen Umweltschützer und Naturpfleger. An dieser Beurteilung ändern auch nichts die wenigen schwarzen Schafe unter den Landwirten. Ohne die Arbeit unserer Landwirte ist Naturschutz außerdem unbezahlbar. Die mehr als zweifelhaften Ergebnisse des teuren Projektes "Flumm" in der Gemeinde Großefehn belegen, dass man zunächst sehr genau definieren sollte, ob man bei seinen Bemühungen die in vielen Jahren gewachsene Agrarlandschaft erhalten will oder den unkontrollierten Wildwuchs mit allen Konsequenzen fördern möchte. Dabei muss man wissen, dass die letztere Lösung den Lebensraum der dort bisher lebenden Tiere nicht erhält, sondern vernichtet, und außerdem sehr teuer ist.

Im übrigen hält es die CDU-Fraktion mit dem Leitspruch: „Wenn die Gesellschaft etwas will, muss die Gesellschaft auch dafür bezahlen“. Das muss auch für den Naturschutz gelten, wenn wir den Naturschutz wollen - und wir alle wollen ihn. Wenn durch den Naturschutz die Belange einzelnen Berufsgruppen negativ beeinträchtigt werden, muss zuallererst für die Benachteiligten die Entschädigungsfrage geklärt werden, bevor man an die Umsetzung von Naturschutzprojekten herangeht. Leider akzeptieren nur wenige, dass es einen effektiven Naturschutz kostenlos nicht geben kann.

Die Zersiedlung unserer Landschaft ist schon sehr weit fortgeschritten, auch weil der Landkreis als Aufsichtsbehörde in zu vielen Fällen Individualinteressen und von Parteipolitikern vorgetragenen Wünschen nachgegeben hat. Wenn der Landkreis diese Entwicklung jetzt beklagt, weil sie den FFH-Grundsätzen widerspricht, ist das in unsren Augen scheinheilig und unglaubwürdig. Nur der Landkreis selbst hätte diese Entwicklung in der Vergangenheit verhindern können. Nicht einmal für eine sachgemäße Abgrenzung zwischen Landwirtschaft und Wohnbebauung wurde bisher planungsrechtlich Sorge getragen.